FAQ

Was sind die Ursprünge des DOC-Instituts?

Das Forschungsinstitut „Dialog der Zivilisationen“ (DOC) steht in der Tradition des 2002 gegründeten World Public Forum Dialogue of Civilizations (WPF). Dessen Ziel war von Beginn an der Dialog internationaler Experten, Wissenschaftler, Geschäftsleute und Entscheidungsträger zu den drängendsten globalen Herausforderungen.

Auch das DOC fördert die Suche nach Lösungsansätzen für die Probleme der Zeit: der weltweite Mangel an Infrastruktur; wirtschaftliche Ungleichheit; Spannungen zwischen Zivilisationen und Konfessionen; Konflikte.

Seit 2002 hat das WPF Dialogue of Civilizations weltweit über hundert Seminare, Runde Tische und Vorträge organisiert, zudem mehr als 30 Regionalkonferenzen in Europa, Asien, Nordamerika und Südamerika sowie die alljährlich stattfindenden Veranstaltungen des Rhodes Forums.

Die Gründung des World Public Forum stand in direktem Zusammenhang mit der UN-Resolution „Globale Agenda für den Dialog der Zivilisationen“ aus dem November 2001, einer Initiative des damaligen iranischen Präsidenten Mohammad Chatami.

Zu den WPF-Gründern zählten der verstorbene indische Unternehmer und Visionär Jagdish Chandra Kapur, der russische Geschäftsmann Wladimir Jakunin und der griechischstämmige US-Unternehmer Nicholas F. S. Papanicolaou.

Die in Berlin angesiedelte Denkfabrik DOC ist unmittelbar aus dem WPF Dialogue of Civilizations hervorgegangen.

 

Wie lautet die Mission des DOC?

Unsere Mission ist die Förderung des Dialogs zwischen den Zivilisationen, basierend auf gegenseitiger Wertschätzung, gegenseitigem Verständnis und dem gemeinsamen Interesse an gerechter wirtschaftlicher Entwicklung.

Das DOC ist eine globale Plattform für den Meinungsaustausch zu drängenden geopolitischen Themen. Das schließt die Beziehungen zwischen Ost und West ebenso ein wie den Schutz der Zivilisationen vor sozialer Regression, die Entwicklung der Weltwirtschaft und das Überleben der Menschheit.

Das DOC ist eine internationale, unabhängige und nichtkommerzielle Organisation.

Wir glauben, dass gegenseitiges Verständnis die fundamentale Voraussetzung einer inklusiven Entwicklung der Menschheit ist. In einer Epoche globaler Umwälzungen und Ungewissheiten ist der offene, respektvolle und gerechte Dialog von essenzieller Bedeutung.

Das DOC ist eine Gemeinschaft interessierter und weltoffener Individuen, die nach konkreten Ratschlägen und Lösungen für Politiker und multinationale Konzerne suchen. Im Zentrum stehen sechs Themenbereiche:

  • Ost und West: Identitätsunterschiede überbrücken
  • Zivilisationen gegen die Bedrohung durch soziale Regression
  • Schutz des Humanen im Menschen
  • Infrastruktur als Rückgrat inklusiver globaler Entwicklung
  • Inklusive globale Entwicklung: Strategien, Institutionen, Fortschritt
  • Nach dem Ende der Moderne: Wenn herkömmliche Wirtschaftsmodelle scheitern

Die DOC-Berichte, die Expertenkommentare und die Analysen des DOC-Netzwerks sind auf der Webseite allgemein zugänglich.

Das unabhängige Forum DOC dient Experten aus aller Welt zum Dialog – der unerlässlichen Voraussetzung jeder Form von Zusammenarbeit. Die Veranstaltungen des DOC, das jährlich stattfindende Forum, lokale Konferenzen und Runde Tische beleuchten die zentralen Arbeitsfelder ebenso wie andere Themen von internationaler Bedeutung.

 

Inwieweit unterscheidet das DOC sich von anderen Denkfabriken?

Im hochkomplexen internationalen Umfeld mangelt es nicht an Problemen, sondern an Lösungen. Ist das DOC unabdingbar? Wir glauben schon, und zwar umso mehr, da wir als Weiterentwicklung des World Public Forum fest entschlossen sind, die dort gemeinsam mit den Vereinten Nationen aufgenommene interkulturelle Arbeit fortzusetzen.

Das DOC ist eingebunden in ein Netzwerk aus Instituten und Nichtregierungsorganisationen – insgesamt über 40 NGO weltweit. Der besondere Beraterstatus des World Public Forum bei der UNESCO und die Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen ECOSOC soll aufrechterhalten bleiben.

Hinzu kommt der Mangel an geographischer und kultureller Vielfalt, der die international etablierten Denkfabriken kennzeichnet. Neun von zehn Organisationen im Global-Go-To-Think-Tank-Index 2015 haben westliche Wurzeln. Umso mehr fehlt es dem internationalen Dialog an globaler Repräsentanz und nicht selten auch an gegenseitigem Respekt.

Dieses Ungleichgewicht will das DOC thematisieren. Ziel ist, in die Riege der Top-20 der internationalen Thinktanks aufzusteigen. Dabei hält das DOC die Erfahrung bei der Realisierung des Dialogs teils sehr verschiedener Gesprächsteilnehmer für eine Schlüsselfähigkeit, die Ihresgleichen sucht.

 

Wer sind die Gründer des DOC?

Das DOC hat drei Mitgründer: Dr. Wladimir I. Jakunin, russischer Geschäftsmann und ehemaliger Chef der Russischen Eisenbahnen; der österreichische Politiker Dr. Walter Schwimmer, ehemaliger Generalsekretär des Europarats; der deutsche Politologe Prof. h.c. Dr. Peter W. Schulze, Privatdozent an der Georg-August-Universität Göttingen.

 

Erhält das DOC staatliche Finanzierung, z.B. von der Russischen Föderation oder der Bundesrepublik Deutschland?

Nein. Das DOC bekommt weder von der russischen noch von irgend einer anderen Regierung finanzielle oder materielle Unterstützung. Es ist auch auch keine derartige Finanzierung angestrebt. Das DOC legt größten Wert auf Unabhängigkeit von Regierungen und politischen Einflüssen. Die Anschubfinanzierung kommt ausschließlich von privaten Sponsoren, was dem DOC die nötige Unabhängigkeit sichert.