DOC Mitbegründer Jakunin beim SIIS in Shanghai

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DOC Mitbegründer Jakunin beim SIIS in Shanghai

Shanghai 7.12.16, Globalisierung, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und die um sich greifenden globalen Konfliktherde, zumal im Nahen und Mittleren Osten, bestimmen auch in China die akademische Agenda.

Insofern passte das Thema der Jahreskonferenz des International Advisory Council des Instituts für Internationale Studien in Shanghai (SIIS) Anfang Dezember: „Regieren und Diplomatie im Umfeld globaler Ungewissheit“. Vertreter des chinesischen Außenamts, der von den BRICS-Staaten getragenen Neuen Entwicklungsbank, Wissenschaftler, Experten und ehemalige Botschafter lösten sich auf dem Podium ab. Unter den Vortragenden war auch Wladimir Jakunin, Mitgründer des Berliner Forschungsinstituts DOC.

Jakunin, der zur Dichotomie von Globalisierung und Regionalisierung sprach, unterstrich die Rückkehr der Ideologie als Kennzeichen einer neuen Ära 25 Jahre nach Francis Fukuyamas „Ende der Geschichte“. Nach der im Wesentlichen wirtschaftlichen Globalisierung trete seit einiger Zeit verstärkt die politische Dimension der epochemachenden Entwicklung in den Vordergrund. Ungeachtet aller segensreichen Auswirkungen wie Wohlstandswachstum und Kommunikation verbreite sich das Bewusstsein einer Auflösung von Identität und Zugehörigkeit. Die Fragmentierung der Gesellschaft sei ein unausweichlicher Nebeneffekt einer sich immer stärker globalisierenden Welt.

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